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die bank 01 // 2021

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

News & Trends

News & Trends CORONA-KRISE Kartenzahlung nimmt zu Die Corona-Krise verändert den Umgang der Deutschen mit Geld: Laut einer Befragung von EY legen 29 Prozent der Verbraucher hierzulande aufgrund der Pandemie ein angepasstes Zahlungsverhalten an den Tag. Gut ein Fünftel (21 Prozent) will seinen Umgang mit Geld dauerhaft ändern. Ein Viertel zahlt häufiger mit Karte als noch vor der Pandemie. 16 Prozent verzichten im Gegenzug auf Bargeld und führen weniger mit sich. 14 Prozent erledigen ihre Einkäufe öfter über das Internet. Schon heute nutzen drei von vier Kunden nur oder überwiegend entsprechende Online-Angebote, ein Anteil, der noch weiter zunehmen wird. Die Hälfte der Verbraucher möchte damit anfangen, entsprechende Online-Dienste zu nutzen oder will dies noch häufiger tun. Hauptsächlich werden im Netz Überweisungen getätigt oder der Kontostand kontrolliert (jeweils 82 Prozent). ù Rund ein Fünftel der Deutschen will seinen Umgang mit Geld dauerhaft ändern. EU-KOMMISSION Strategie gegen notleidende Kredite Die Europäische Kommission hat eine Strategie vorgestellt, die verhindern soll, dass durch die Corona-Krise in der Europäischen Union (EU) wieder notleidende Kredite (NPL) in den Bankbilanzen auflaufen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass private Haushalte und Unternehmen weiter die Finanzmittel erhalten können, die sie brauchen, um besser durch die Krise zu kommen. Die Banken können wesentlich zur Abfederung der Folgen der Corona-Krise beitragen, indem sie die Wirtschaft weiterhin mit Krediten versorgen. Dies ist von zentraler Bedeutung, um die ökonomische Erholung in der EU zu unterstützen. Da die Pandemie die Wirtschaft erheblich in Mitleidenschaft gezogen hat, dürften die notleidenden Kredite EU-weit wieder zunehmen. Je nachdem, wie schnell sich die Wirtschaft erholt, könnte die Kreditvergabefähigkeit der Banken abnehmen. Damit die Mitgliedstaaten und der Finanzsektor über das notwendige Instrumentarium verfügen, um frühzeitig auf einen Anstieg der notleidenden Kredite im EU- Bankensektor reagieren zu können, schlägt die EU-Kommission mehrere Maßnahmen vor. Hierzu zählt etwa eine Weiterentwicklung der Sekundärmärkte für notleidende Aktiva. Hierdurch können notleidende Kredite aus den Bankbilanzen entfernt und gleichzeitig Schuldner besser geschützt werden. Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung wäre die Annahme des Kommissionsvorschlags über Kreditdienstleister und Kreditkäufer. Die darin vorgesehenen Vorschriften würden für einen besseren Schuldnerschutz an den Sekundärmärkten sorgen. Zudem würde eine Reform der EU-Vorschriften zu Unternehmensinsolvenzen und Schuldenbeitreibung helfen, die verschiedenen Insolvenzrahmen in der EU einander anzunähern, und zugleich für anhaltend hohe Verbraucherschutzstandards sorgen. Größere Übereinstimmung bei den Insolvenzverfahren würde die Rechtssicherheit erhöhen und die Rückgewinnung von Vermögenswerten zum Nutzen von Gläubigern und Schuldnern gleichermaßen beschleunigen. ù NIEDRIGZINSEN Bedrohung für Lebensversicherer Anhaltend niedrige Zinsen und eine Verschärfung der Stress-Szenarien der europäischen Versicherungsaufsicht EIOPA werden die Solvabilität vieler Lebensversicherungen weiter dramatisch verschlechtern. Das zeigt eine Studie von Oliver Wyman, die die Risikokapitalausstattung der deutschen Lebensversicherer untersucht hat. Vor allem für klassisch geprägte Lebensversicherer wird die Kapitalanlage in sichere Asset-Klassen schwieriger: Unternehmensanleihen verzinsen geringer, (deutsche) Staatsanleihen haben seit längerer Zeit negative Renditen – und die Entwicklung der Covid-19-Pandemie und entgrenzter europaweiter Staatsverschuldung zementiert dieses negative Umfeld für Jahre hinaus. Die Folgen sind nicht nur sinkende Altersvorsorgeleistungen für die Kunden aufgrund stetig sinkender Überschussbeteiligungen. Den Lebensversicherungen fällt es auch immer schwerer, ihre Solvenz, ihre Zahlungsfähigkeit aus regulatorischer Sicht, nachhaltig zu sichern. ù 6 01 // 2021

NEWS & TRENDS NORDLB Deutsche Hypo wird integriert Die NordLB wird ihre bislang rechtlich selbstständige Immobilienfinanzierungstochter, die Deutsche Hypothekenbank (Actien- Gesellschaft), vollständig integrieren. Die rechtliche Verschmelzung zwischen NordLB und Deutscher Hypo soll voraussichtlich zum 1. Juli 2021 erfolgen, beschloss die Trägerversammlung des Instituts. Die Träger folgten damit dem Vorschlag des Vorstands der Landesbank, der in der Integration der Deutschen Hypo einen wichtigen Beitrag in der Neuausrichtung der NordLB sieht. Die am Markt etablierte Marke Deutsche Hypo wird bestehen bleiben. Reinhold Hilbers, niedersächsischer Finanzminister und Vorsitzender des Aufsichtsrats sowie der Trägerversammlung der NordLB, sagte: „Durch die Vollintegration in die NordLB ergeben sich deutliche Vorteile auf der Kostenseite, insbesondere durch die Zusammenführung der jeweiligen Stabsund Zentralbereiche. Damit wird sich auch die Wettbewerbsposition der Marke Deutsche Hypo weiter verbessern.“ NordLB-Vorstandschef Thomas Bürkle bezeichnete die Integration als wesentlichen „Beitrag auf dem Weg zu einfacheren und schlankeren Konzernstrukturen.“ ù ZAHL DES MONATS 5 Prozent betrug die Sparquote in Deutschland im zweiten Quartal 2020. Das ist mit Abstand der höchste Wert seit der deutschen Wiedervereinigung, so eine Studie der DZ Bank. SWIFT Weltweit erste GPI-Instant- Verbindung Das Finanznachrichten-Netzwerk SWIFT hat die Aktivierung der weltweit ersten GPI-Instant-Verbindung bekanntgegeben. Der Dienst ermöglicht Privat- und Firmenkunden, grenzüberschreitende Zahlungen in Sekundenschnelle rund um die Uhr über ihre Institute zu überweisen. Die Lloyds Banking Group ist die erste Bank, die den Dienst aktiv nutzt. ù AUS DER BANKENAUFSICHT BaFin warnt vor Kryptowährungen Die BaFin hat die Kursentwicklung auf den Märkten für Kryptowerte erneut zum Anlass genommen, auf die Risiken solcher Investments hinzuweisen. Verbraucher sollten sich nicht von den Preisanstiegen bekannter Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether oder Litecoin blenden lassen, teilte die Aufsicht mit. Sie warnte dabei nicht nur vor den Risiken beim direkten Erwerb von Kryptowerten. Riskant sind auch derivative Finanzinstrumente wie finanzielle Differenzkontrakte und Zertifikate, die den Kursverlauf von Kryptowerten abbilden. Bei diesen Anlagen sind erhebliche Kapitalverluste sowie auch ein Totalverlust möglich. Aus der hohen Volatilität von Kryptowerten entstehen Risiken, die bei der Anlageentscheidung zu berücksichtigen sind. DIGITALER EURO DK für fundierten Rechtsrahmen Die Deutsche Kreditwirtschaft hat in ihrer Stellungnahme zur EZB-Konsultation zum digitalen Euro die Initiative der Zentralbank begrüßt, die Alternativen eines digitalen Euros zu sondieren und Lösungen für die technischen Herausforderungen zu finden. „Für die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) hat die Einführung eines digitalen Euros durch das Eurosystem je nach Ausgestaltung das Potenzial, die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken. Sie birgt aber auch die Gefahr, die Geometrie des europäischen Bankensystems grundlegend zu verändern“, erklärte Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), der in diesem Jahr Federführer der DK ist. Die DK betonte darüber hinaus in ihrer Stellungnahme, dass ein digitaler Euro der europäischen Notenbank in Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten kann, den wirtschaftlichen Erfolg des Euroraums langfristig zu sichern. Zugleich braucht es jedoch einen rechtlich fundierten Rahmen für einen digitalen Euro. ù 01 // 2021 7

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