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die bank 01 // 2021

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MANAGEMENT ESG:

MANAGEMENT ESG: GREENWASHING VERMEIDEN NACHHALTIGE BEWERTUNG VON INVESTITIONSOBJEKTEN 18 01 // 2021

MANAGEMENT Fallen die Maßnahmen zum Klimaschutz unzureichend aus, so könnten die volkswirtschaftlichen Konsequenzen schon bald die Auswirkungen der Covid- 19-Pandemie übertreffen. Um dem vorzubeugen, müssen schon jetzt nachhaltige Aspekte in die Beurteilung von Investitionsobjekten einfließen, um so ökonomische Fehlbewertungen in der Zukunft möglichst zu vermeiden. Der Beitrag stellt dieses innovative Bewertungskonzept am Beispiel der Immobilienbewertung auf Basis einer Ökobilanz vor. Bedingt durch die Covid-19-Pandemie bzw. die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ist das BIP im ersten und zweiten Quartal 2020 weltweit gesunken. In Deutschland beispielsweise betrug der Rückgang laut Eurostat im ersten Quartal 2 Prozent und im zweiten Quartal 10,1 Prozent. Diese Zahlen sind aktuell, mess- und vor allem spürbar. Gründe und Erklärungen sind schnell gefunden und wenig überraschend. Wesentlich schlechter zu greifen sind hingegen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels. Das Network for Greening the Financial System (NGFS), ein weltweites Netzwerk von 66 Zentralbanken und Aufsichtsbehörden, hat die Konsequenzen anhand von Klimaszenarien simuliert und im Juni 2020 veröffentlicht. Bei rechtzeitigem, geordneten politischen Handeln kann davon ausgegangen werden, dass sich das weltweite BIP bis zum Jahr 2050 aufgrund transitorischer Risiken um ca. 2 Prozent verringern wird. Starten die verschärften Klimaschutzmaßnahmen jedoch erst ab 2030, so kann der Rückgang bis 2050 bereits ca. 6 Prozent betragen, und bis 2100 nähert er sich 10 Prozent an. Werden keine weiteren Maßnahmen ergriffen, ist durch die mit dem Klimawandel einhergehenden physischen Risiken mit einer Verringerung von 10 Prozent bereits im Jahr 2040 zu rechnen. BIP-Rückgänge, wie sie in der Covid-19-Pandemie erstmalig seit dem Zweiten Weltkrieg beobachtet werden, könnten sich in kürzester Zeit wiederholen. Allerdings wird eine rasche Erholung in späteren Quartalen nicht mehr möglich sein, denn Klippeneffekte machen eine Rückkehr in die alte „heile“ Welt unmöglich. Obwohl die aktuelle Pandemie die Transformation von Gesellschaft und Wirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit auf den ersten Blick verzögert, lässt sich auf den zweiten Blick doch feststellen, dass die Entwicklung sogar Fahrt aufgenommen hat. Dies ist anhand der vom NGFS aufgeworfenen Szenarien auch dringend erforderlich. Die gewaltigen Finanzmittel, die die Politik investiert, um die wirtschaftlichen Pandemie-Effekte zu mildern, entpuppen sich als eine entscheidende Weichenstellung. Es ist unverzichtbar, die Finanzströme in erster Linie in nachhaltige Investitionsobjekte zu lenken, um die schlimmen Szenarien zu verhindern. Der Kreditwirtschaft kommt bei der Transformation eine Schlüsselrolle zu, da der Prozess der Kreditvergabeentscheidung bestens geeignet ist, zwischen – plakativ formuliert – grünen und grauen Investitionen zu selektieren. Letztere sollten abgelehnt oder mit einem hohen Zinsaufschlag versehen werden. Diese Preisgestaltung ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht zwingend notwendig, denn bei den grauen Investitionen drohen hohe Kreditausfälle in der Zukunft. Die Aufsicht meint es ernst Die europäische Bankenaufsicht hat jüngst nachdrücklich betont, wie ernst sie den Umbau in Richtung Ökologie nimmt. Im Folgenden werden zwei Beispiele vorgestellt, auf das BaFin-Merkblatt sei ergänzend verwiesen. Z Final Report on GL on Loan Origination and Monitoring [EBA/GL/2020/06 (29/05/2020)]. Er besagt, dass die Institute insbesondere mit den ESG-Faktoren (Environmental, Social and Governance) verbundene Risiken in ihre Strategien für die Kreditrisikoneigung und das Kreditrisikomanagement sowie in ihre Strategien und Verfahren für das Kreditrisiko aufnehmen sollen. Außerdem sollen sie qualitative und quantitative Ziele fixieren, um die Vergabe ökologisch nachhaltiger Kredite zu fördern. Die mit ESG-Faktoren verbundenen Risiken des Kreditnehmers sollen Eingang bei der Kreditvergabeentscheidung finden. 01 // 2021 19

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