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die bank 01 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

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ó BANKING fl Ein Drittel der untersuchten Banken bietet einen Konditionenrechner an, der nach der Eingabe von Eckdaten zur Finanzierung konkretere Konditionen auch z. B. zu Sondertilgungsmöglichkeiten bietet. Prozent des Beleihungswerts angeboten. Lediglich ein Anbieter vermarktet ein Cap-Darlehen, 13 Prozent ein Forward- Darlehen. Die kundenorientierte Gestaltung der Anbahnungsphase ist tatsächlich komplexer als beim Konsumentenkredit. So sind nicht nur Daten zu den Einkommens- und Vermögensverhältnissen zu erheben, sondern auch Fragen zum Beleihungsobjekt, deren Antworten dann nach Möglichkeit bereits online für die Konditionenstellung weiterverarbeitet werden müssen. Trotzdem darf der Anspruch an eine moderne Bank sein, dies für den User so einfach wie möglich zu gestalten. Die elementare Nennung einer Zinskondition wird dabei von immerhin 30 Prozent der untersuchten Banken mindestens zufriedenstellend gelöst, 15 Prozent verdienen Lob, da sie die Konditionen klar und verständlich darstellen. Bei elf Prozent der Banken werden die Konditionen direkt auf der Produktseite genannt und müssen nicht aufwendig gesucht werden. Nur zwei Banken (vier Prozent) bieten einen Tilgungsplan, der dem User einen Ausblick auf die Tilgungsphase seines Kredits ermöglicht. Erfreulich ist, dass ein Drittel der untersuchten Banken einen Konditionenrechner anbietet, der nach der Eingabe von Eckdaten zur Finanzierung konkretere Konditionen auch z. B. zu Sondertilgungsmöglichkeiten bietet. 22 Prozent der Websites lässt eine Online-Finanzierungsanfrage zu. Somit bereitet nur etwas weniger als die Hälfte der Banken, die dieses Produkt anbieten, den Vertragsabschluss online vor. Viele andere bitten den Kunden zum Gespräch in die Filiale. Nur acht Prozent der Anbieter gehen bei der Online-Finanzierungsanfrage so weit, dass alle abschlussrelevanten Daten vollständig abgefragt werden. Immobilienfinanzierung ist schwer als beratungsfreies Geschäft vorstellbar. Allerdings kann die Beratung im Internet auch durch entsprechende Tools und In- teraktionsmöglichkeiten gestaltet werden. Einige Vorreiter in der Branche greifen dies bereits auf. So bieten elf Prozent Informationen zur staatlichen Förderung eines Bauvorhabens. Nicht immer werden dabei jedoch alle relevanten Auskünfte gegeben. Häufig fehlen Hinweise auf Fördervoraussetzungen, Modellbeispiele oder Fördermittelrechner. Eine Verlinkung zur Förderdatenbank des Bundes bei der KfW ist nur bei neun Prozent der Anbieter auffindbar – hier hat sich das Marketingtabu durchgesetzt, User auf keinen Fall von der eigenen Webpräsenz wegzuleiten, auch wenn dies für ihn hilfreich gewesen wäre. Weitere Features zur Online-Beratung im Rahmen der Immobilienfinanzierung finden sich ebenfalls eher selten im Untersuchungsfeld. Ein knappes Viertel der Anbieter stellt einen Mietvergleichsrechner zur Verfügung – verständlich, da sich aus dem vom Rechner angezeigten Ergebnis häufig ein Verkaufsargument konstruieren lässt. 22 Prozent der Anbieter erlauben mithilfe eines Tilgungsplans bzw. Tilgungsplanrechners einen Ausblick auf die zukünftige Rückzahlungsphase des Darlehens. Immerhin finden sich bei elf Prozent der Banken Ansätze für einen Zahlungsplanrechner, der insbesondere in der Bauphase für den Kunden ein wichtiges Hilfsmittel sein dürfte. Fazit Etliche Banken bieten ausschließlich ein persönliches Beratungsgespräch in der Filiale an und lassen dem onlineaffinen Kunden keine Chance auf die Vertragsanbahnung im Internet. Hier ist ein deutliches Potenzial für künftige Weiterentwicklungen ersichtlich. Gleiches gilt für die begleitenden Beratungstools rund um die Immobilienfinanzierung. ó Autor: Prof. Dr. Thomas Bahlinger lehrt Betriebswirtschaft an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. 30 diebank 1.2015

BANKING ó Echtzeitzahlung: Jetzt sind die Banken am Zug ZAHLUNGSVERKEHR Der Wandel vom Brief zu E-Mail, Messenger und Twitter hat Kommunikation in Echtzeit zu einer Selbstverständlichkeit gemacht. Die zunehmende Nutzung mobiler Geräte beschleunigt diese Entwicklung. Geldüberweisungen sind von Echtzeit aber noch weit entfernt. Bis vor wenigen Jahren dauerten Überweisungen zumeist noch mehrere Arbeitstage. Das hat sich mit dem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) zwar bereits verkürzt, jedoch nicht weitgehend genug. Sebastian Litschke | Sabine Höfferling Keywords: Regulierung, SEPA, Mobile Payment Seit der Einführung der PSDI darf europaweit nur noch ein Werktag verstreichen, bis eine Überweisung auf dem Empfängerkonto gutgeschrieben ist. Doch die Nachfrage nach noch schnelleren Zahlungen könnte zukünftig steigen. Viele Geschäfte erfordern eine noch schnellere, sicherere und besonders garantierte Zahlungsausführung. Im Handel möchte ein Verkäufer möglichst das Geld im selben Zeitpunkt auf seinem Konto sehen, in dem er die Ware an den Kunden übergibt. Sonst besteht die Gefahr, dass zwar die Ware weg ist, der Betrag dafür aber nie ankommt. Dies gilt für viele Transaktionen von Autokäufen bis hin zum unternehmensinternen Cash Management. Wirkliche Echtzeitzahlungen finden bisher jedoch nur im Interbankengeschäft statt, allen anderen bleibt diese Option verschlossen. Dabei bieten Echtzeitzahlungen eine gute Möglichkeit, Ertragsausfälle in anderen Bereichen des Zahlungsverkehrs auszugleichen. Diese entstehen zum Beispiel durch den Wegfall wichtiger Erlöse, die sie durch den längeren Zeitraum, der ihnen für die Durchführung einer Überweisung zur Verfügung stand, generiert haben. Zusätzlich wurden viele Erlöspotenziale aus der SEPA-Umstellung bis heute noch nicht realisiert. So hatten multinational aufgestellte Kunden die Hoffnung, zumindest im Euroraum nur noch ein zentrales Konto unterhalten zu müssen und damit die Kosten im Bereich der Kontoführung senken zu können. Aufgrund zahlreicher Sonderregelungen der einzelnen SEPA-Länder ist dies jedoch bis heute nicht umgesetzt. Regulatorik treibt Entwicklung voran Echtzeitzahlungen sind eine gute Möglichkeit, die niedrigeren Erlöse beziehungsweise steigenden Kosten zu kompensieren – zumal durch regulatorische Vorschriften ohnehin die dafür notwendigen technischen Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Das Papier des Baseler Ausschusses BCBS 248 etwa thematisiert die Anforderungen an zukünftiges Intraday Liquiditätsmanagement und fordert als erste Konsequenz ein nachträgliches Echtzeitreporting. Damit werden Banken schärfer als bisher aufgefordert, ihre untertägige Liquidität zu ermitteln und auch nachträglich bereitzustellen. Die Ergebnisse müssen jederzeit verfügbar und transparent sein. Die Grundsätze werden vermutlich ab 2015 in nationales Recht umgesetzt und sollen im Januar 2016 in Kraft treten. Trotzdem haben Geldinstitute das Feld der Echtzeitzahlungen für Firmen und Privatkunden bisher schnelleren und innovativeren Wettbewerbern überlassen. Das Online-Bezahlsystem Paypal beispielsweise ermöglicht Echtzeitzahlungen zumindest innerhalb des eigenen Systems an angemeldete Nutzer. Händler können vor Versand der Ware den Eingang des Geldes überprüfen und damit Risiken minimieren. Allerdings ist es kein offenes und echtes Echtzeitsystem. Alle Geschäftspartner bewegen sich im Verfügungsrahmen von Paypal. Das Geld ist zunächst noch nicht auf dem endgültigen Bankkonto des Empfängers, sondern auf dem Paypal-Konto und kann bei Unstimmigkeiten noch von dem Zahlungsdienstfl Wirkliche Echtzeitzahlungen finden bisher nur im Interbankengeschäft statt, allen anderen bleibt die Option verschlossen. Dabei bieten diese eine gute Möglichkeit, Ertragsausfälle in anderen Bereichen des Zahlungsverkehrs auszugleichen. 1.2015 diebank 31

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