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die bank 01 // 2015

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

Banking News

Banking News CORPORATE-BANKING-INDEX Abwärtstrend gestoppt ó Hatten deutsche Banken im zweiten Halbjahr 2013 mit Blick auf den bevorstehenden EZB-Stresstest auch im Firmenkundengeschäft vorsichtig agiert, so sank die gebildete Kreditrisikovorsorge im ersten Halbjahr 2014 deutlich, die Profitabilität verbesserte sich. Entsprechend zog der Corporate-Banking-Index von Bain & Company in der ersten Jahreshälfte 2014 wieder an. Das gewöhnlich renditestarke Firmenkundengeschäft hat sich damit – zumindest vorläufig – erholt. Die Erträge legten im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2013 um vier Prozent zu, die Profitabilität verbesserte sich sogar um 25 Prozent. Trotzdem liegt der Corporate-Banking-Index weiter unter den Werten von 2010 bis 2013 (erstes Halbjahr), weshalb es zu früh wäre, von einer echten Trendwende zu sprechen. Die grundsätzlichen Herausforderungen im Firmenkundengeschäft haben sich nicht verändert, harter Wettbewerb und die anhaltend niedrigen Zinsen begrenzen die Ertragspotenziale, heißt es in der Bain-Studie. Neben dem Rückgang der Kreditrisikovorsorge war die Ausweitung der Kreditvolumina entscheidend für die gesteigerte Profitabilität. Das Kreditvolumen wuchs um 5 Mrd. auf 987 Mrd. €, das Kreditgeschäft bleibt das wichtigste Ankerprodukt im Corporate-Banking. In der Folge stieg die Eigenkapitalrendite vor Steuern um zwei Punkte auf 17 Prozent in der ersten Jahreshälfte 2014. SCHUTZ FÜR KLEINANLEGER Vor der Unterschrift lesen ó Kleinanleger sollen besser vor den Risiken von Geldanlagen geschützt werden, müssen ihrerseits aber auch etwas leisten: Sie sind dann verpflichtet, vor der Anlageentscheidung ein Informationsblatt sorgfältig zu lesen und zu unterzeichnen, bestätigen also, über ihr Risiko-Engagement ausreichend gewarnt worden zu sein. Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, wonach Anbieter von hochriskanten Geldanlagen die Verbraucher „umfassend“ über mögliche Gefahren informieren müssen. In der Vergangenheit fielen oft Anleger auf hohe sogenannte Traumrenditen herein und verloren anschließend erhebliche Beträge. Alle wesentlichen Informationen müssen im Beratungsprospekt enthalten sein. Dazu gehören das Konzernergebnis, Verpflichtungen und deren Fälligkeit. Es muss klar erkennbar sein, an welche Anleger sich die Vermögensanlage richtet, damit Anleger die Erfolgsaussichten besser einschätzen können. Ferner sollen die Kündigungsmöglichkeiten und die Fälligkeit der Anlage dargelegt werden. Der Prospekt muss stets aktuell und vollständig sein. Ausnahmen gelten nur für soziale und gemeinnützige Kleinstunternehmen, genossenschaftliche Projekte sowie für Crowd-Investment-Projekte, bei denen maximal 10.000 € je Anleger eingeworben werden. TROTZ PIB UND BERATUNGSPROTOKOLL Rätseln über Provisionen ó Das seit dem letzten August geltende Gesetz zur Honorarberatung über Finanzinstrumente soll dem Verbraucher eine bewusste Entscheidung für die provisionsgestützte Anlageberatung oder die (provisionsfreie) Honorar-Anlageberatung ermöglichen. Studienergebnisse der EBS Business School werfen nun die Frage auf, ob das Ziel auf Basis dieses Gesetzes erreicht werden kann. Die Forscher fanden heraus, dass die Mehrzahl der Verbraucher – trotz Produktinformationsblättern und Beratungsprotokollen mit detaillierten Informationen zu Kosten und Provisionen – nicht weiß, wie hoch die typischen Provisionshöhen im Finanzdienstleistungssektor für klassische Anlageformen tatsächlich sind. Der Anteil der annähernd richtig geschätzten Provisionen lag bei einem Aktienfondssparplan bei elf Prozent, bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung nur bei neun Prozent. Mehr als ein Viertel der Befragten gab direkt an, keine Ahnung zu haben. Gleichzeitig hält ein Großteil der Befragten Beratungsleistungen von Banken und Finanzdienstleistern für eine kostenlose Dienstleistung. 20 diebank 1.2015

GEBÜHREN HAUPTGRUND FÜR WECHSEL Beim Depot zählen die Kosten ó In einer Bankenumfrage prognostizierten kürzlich fast 80 Prozent der Institute, ihre Kunden würden im Wertpapiergeschäft auf Dienstleistungen aus einer Hand bestehen. Tatsächlich jedoch, das zeigt die ebenfalls von KWF-Consultants durchgeführte Umfrage unter Depotkunden, legen diese viel mehr Wert auf niedrige Gebühren, eine gute Beratung, die Möglichkeit, online Aufträge erteilen zu können, einen festen Ansprechpartner sowie auf proaktive Informationen zu anlagerelevanten Themen. Dass die Kosten und die Beratungsqualität für den Kunden an der Spitze stehen, zeigen auch die Gründe für Kündigungen. 43 Prozent der befragten Wertpapierbesitzer sind mit ihrem Depot schon mal zu einem anderen Anbieter gewechselt, davon waren bei 41 Prozent zu hohe Gebühren der Hauptgrund. Gründe für den Depotumzug Zu hohe Gebühren Schlechte Beratung Unzufriedenheit mit dem Service 32 % 35 % Veränderung der Lebensumstände 10 % 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % Quelle: KWF Business Consultants. 41 % UNTERBIETEN ALLEIN REICHT NICHT Der beste Preis fürs Produkt ó Im Vergleich zu anderen Industrien haben Banken die niedrigsten Erfolgsquoten bei der Einführung von Neuprodukten. Auch bei der Preisgestaltung verlieren sie: Banken können nur knapp ein Drittel ihrer geplanten Preiserhöhungen tatsächlich umsetzen. Dabei spürt die Mehrzahl der Unternehmen einen höheren Preisdruck als im Vorjahr. Als einen Grund für diese schlechten Resultate geben die Banker intensiveren Wettbewerb an. Diesen Konkurrenten – die mit Niedrigpreisen in ihrem Segment wildern – müssten die Banken etwas entgegensetzen. Es gehe nicht darum, lediglich Preise zu unterbieten, sagt Jens Baumgarten, Partner bei Simon-Kucher. Denn darunter würden nicht nur die eigenen Margen eines Unternehmens leiden, sondern die der gesamten Branche. Aber wie können sich Banken erfolgreich gegen Niedrigpreis-Anbieter behaupten, Preissteigerungen durchsetzen und neue Produkte erfolgreich etablieren? Baumgarten rät zu einer durchdachten Produkt-Differenzierung: Plumpe Preiserhöhungen aus dem Bauch heraus seien zum Scheitern verurteilt. Besser sei es, durch eine Schärfung des Portfolios die Sicht der Kunden auf den Wert des Angebots zu schärfen und so das Produkt zu einem maßgeschneiderten Gut werden zu lassen. Mit intelligenter Angebots- und Preisdifferenzierung könnten Ertragssteigerungen von bis zu 30 Prozent erzielt werden. STUDIE UNTERSUCHT, WIE GROSS DER ANPASSUNGSAUFWAND FÜR DIE BANKEN IST Regulierung ist teuer – aber wie teuer wirklich? ó Durch die Vielzahl neuer Regularien und die meist engen Zeitvorgaben stehen die deutschen Banken vor großen Herausforderungen. Mit welchen weiteren neuen Regelungen sie sich zukünftig noch befassen müssen, ist ebenso unklar wie das Ausmaß der Anpassungsaufwände insbesondere für die IT. Fast alle Banken sind von Umstellungsanforderungen durch MaRisk und Basel III betroffen. In einer Studie der PPI AG, „Stauatlas: IT in der Bankenregulierung“, zeigte sich, dass die MaRisk das für die Banken aufwendigste Projekt darstellt. Im Schnitt müssen die Banken dafür 815 Personentage einrechnen. Der Großteil der Arbeit steht ihnen dabei noch bevor. Zum Vergleich: Für SecuRe Pay werden 698, für die PSD II 663 und für MiFID II nur 142 Personentage angesetzt. Das Projekt, für das die Banken derzeit noch die meiste Zeit einplanen, ist die Umsetzung der BCBS 239-Anforderungen, die durchschnittlich noch etwa 17 Monate in Anspruch nehmen wird. Für die Einführung von SecuRe Pay wurde der bisher größte Aufwand investiert, um die erforderlichen IT-Umstellungen bis Anfang 2015 abzuschließen. Die Pläne können jederzeit durch weitere Gesetzesänderungen ins Wanken gebracht werden. Ungewissheit herrscht auch in punkto Kosten: In jeder dritten Bank ist noch nicht endgültig absehbar, mit welchen Kosten die Umsetzung der Regularien insgesamt verbunden ist. Ein großer Teil der Aufwendungen wird aber dennoch der IT zugeschrieben: Bei sechs von zehn Kreditinstituten entfällt mehr als ein Drittel der gesamten Umsetzungskosten auf die IT. Was kostet Banken die Regulierung? (Die Frage lautete: Wie hoch waren 2013 die Gesamtkosten, die für die Umsetzung der Regularien in Ihrem Unternehmen angefallen sind?) 33 % 30 % 20 % 10 % 13 % 0 % Unter 100.000 € Quelle: PPI AG. 23 % 100.000 € bis unter 1 Mio. € 20 % 1 Mio. € bis unter 5 Mio. € 10 % 5 Mio. € und mehr Weiß nicht/ keine Angabe 1.2015 diebank 21

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